Missionshaus Eben-Ezer
"Siehe hier ist ein Platz bei mir, da sollst du dich auf den Felsen stellen."
2.Mose 33:21

Leitbild

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
(Neues Testament, Galaterbrief 6, 2)

Dieses Gebot ist Leitgedanke unseres Handelns im Missionshaus Eben-Ezer. Als christlich ausgerichtetes Haus geschieht unser Dienst an den alten und hilfsbedürftige Menschen unter Wahrung ihrer Würde und Originalität. Wir verstehen uns - Bewohner zu Bewohner und Personal - als Solidargemeinschaft, in der jeder seine vorhandenen Ressourcen einbringen kann und gleichzeitig Hilfeleistung für seine Defizite erfährt. Der Bewohner soll sich hier "daheim" fühlen können.

Zielvorstellungen

Die Situation vieler alter Menschen ist geprägt von Verlusten. Verlust des Ehepartners, von Angehörigen, des Berufes, der Aufgabe, z.B. als Hausfrau und Mutter, etc.


Wie kann man der vielfältigen Verlustsituation Gewinne gegenüberstellen?

Durch die Solidargemeinschaft der "Familienähnlichen Hausgemeinschaft!" Gemeinsame Basis: Biblischer Glaube - Liebe zum Wort Gottes - Gegenseitige Annahme und Wertschätzung.



Hier gibt es:

  • Keine Unterbringung, sondern ein neues "Zuhause"
  • Die Einrichtung hat eine überschaubare Größe
  • Er/sie bekommt ein Einzelzimmer und kann eigene Möbel u. Bilder mitbringen
  • Er/sie bekommt feste Bezugspersonen
  • Personal + Bewohner bilden eine "Großfamilie", trotzdem Rückzugsmöglichkeit in die Privatsphäre des Einzelzimmers
  • Leiterehepaar sind "Hauseltern"
  • Bewohner + Personal sind wie "Geschwister" und duzen sich
  • Bewohner + Personal nehmen die Mahlzeiten gemeinsam ein
  • Gemeinsame Andachten mit viel Gesang und Musik
  • Vielfältige Möglichkeiten der Betätigung: Mitarbeit in Küche, Wäscherei, Garten, Hausreinigung, Blumenpflege
  • Rüstige Bewohner helfen bei der Betreuung der weniger Rüstigen
  • Gemeinsame Einkaufsfahrten (gruppenweise) mit dem Kleinbus
  • Kontakte und Gemeinschaft mit den Gästen (Familien, Kinder, Senioren)
  • Regelmäßige biblische Wortverkündigung mit Seelsorgeangebot
  • Gemeinsame Veranstaltungen und Feiern
  • Angehörige können im Haus übernachten und an den Mahlzeiten teilnehmen
  • Intensive Sterbebegleitung unter Anteilnahme der ganzen "Familie"


Der Bewohner erfährt als "Familienmitglied":

  • Begleitung, Unterstützung und Hilfe durch Personal und Bewohner.
  • Alle Pflegefach- u. Hilfskräfte wohnen im Haus
  • Hausarzt kommt wöchentlich ins Haus
  • Ressourcen werden erkannt und gefördert
  • das Gefühl "ich bin noch zu etwas nütze"
  • Gestaltung eines vertrauten Wohnmilieus
  • eine Atmospäre der Geborgenheit
  • Beachtung und Berücksichtigung seiner Biographie
  • Gemeinschaft und Austausch (Bewohnerversammlungen)
  • Abbau von Ängsten
  • würdevolles Sterben im Frieden